* Spiritueller Narzissmus, Freiheit & Verbindung* Eine Überlegung über das Bermuda - Dreieck *

Narzissten sind Menschen die nach außen ein übertriebenes Selbstwertgefühl haben, aber nach innen unglaublich verletzt und fast depressiv sind. Im verzweifelten Kampf über das Außen endlich die Bestätigung, die Bewunderung zu bekommen, fallen Sie jedes Mal in ein Loch, wenn es doch nicht gelingt. Dass was Empathen schon längst durchschaut haben: ich kann ein falsches Selbst nicht als Grundlage für meinen Wert und meine Identität annehmen, versuchen Narzissten immer wieder aufs Neue.


Das Wort ist in unserer Gesellschaft angekommen, wie nichts anderes: überall sind auf einmal Narzissten. Mangelndes Einfühlungsvermögen beim Chef, der Mutter, der Freundin, dem Partner. Aber haben wir nicht alle in uns gesunde narzisstische Tendenzen und ab wann wird es krankhaft? Ab wann geht kein Weg mehr

daran vorbei, den Kontakt zu Menschen abzubrechen? Und ab wann sind wir selbst in unserer Bubble vom Weg abgekommen und kriegen nicht mehr mit, wie wir bei anderen Menschen ankommen?


Der Trend der Selbstoptimierung und Persönlichkeitsentwicklung hat neue Menschen erschaffen. Erst Ich dann du. Selbst ach so spirituell aufgeklärte Frauen, übervorteilen dann doch andere. Freundeslisten werden erstellt mit dem Ziel der Nutzbarkeit fürs eigene Interesse.

Wer bringt mir was und wer nicht?


"Du triggerst mich!"


Aus der To do Liste ist das übergroße Vision - Board entstanden, mit dem wir uns selbst schon stressen. Wir wollen alle Verbundenheit, Freiheit und Erfolg, aber das spirituelle Ego ist wie eine Wand, gegen die wir rennen. Es bringt uns in ein verkrampftes Dreieck anstatt in die Leichtigkeit und den Flow. Wir haben einen riesigen Schatten erschaffen, mit dem wir jetzt kämpfen. In dem Glauben, dass wir uns permanent zwischen Freiheit und Verbindung entscheiden müssen, sind wir in einer Dauer - Anspannung.


Auf einmal brauchen wir digital Detox, da wir Instagram und Co nicht handeln können. Als ob sich unser Bewusstsein in den jeweils anderen Welten verliert und jedes Mal länger braucht, um wieder zurückzukehren. Wir fahren von einem Punkt des Dreiecks in das andere, wir sind wie Marionetten unseres eigenen Netzes und können das Außen nicht mehr zu sehen. Do you know what I mean?


Das Zentrum deines Bewusstseins ist immer hier.


Intimität kann nur entstehen, wenn wir genau hinhören: uns und natürlich auch anderen Menschen. Es bedeutet mit sich zu sein, auch wenn es schmerzvoll ist und das auszuhalten. Es bedeutet andere zu sehen: so wie sie sind - ohne ein Motiv, ob sie dir etwas "bringen." Empathie bedeutet zu verstehen, wie sich andere fühlen und sich einzufühlen. Die schönsten Momente erleben wir dann, wenn wir kein Ziel verfolgen und in unserer göttlichen Präsenz landen. Wir wachen wieder auf.


Zum Abschluss eine Frage: Wenn du dich selbst von Außen wie in einem Film sehen würdest, mit all deinem Verhalten, deinen Zweifeln, guten und schlechten Seiten: Was würdest du dann über dich denken?

Was wäre, wenn du immer richtig warst?


Deine Marie